BUGATTI VEYRON WIMILLE BRICHT AUKTIONSREKORD

Ein spezieller Bugatti Veyron ist Jean-Pierre Wimille ist gerade zum teuersten Veyron geworden, der je bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde. Weniger als drei Minuten Bietergefecht reichten dafür aus. RM Sotheby's brachte am 26. September bei seiner Versteigerung in Zürich einen Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse aus dem Jahr 2014 unter den Hammer – mit einem Namen, den die meisten Bugatti-Fans kennen: Jean-Pierre Wimille.

Der Zuschlag erfolgte bei 4.505.000 CHF (rund 4,76 Millionen Euro). Das ist nicht nur ein starkes Ergebnis für ein Hypercar aus Vorbesitz, es ist auch ein neuer Maßstab für die gesamte Veyron-Baureihe bei öffentlichen Auktionen.

Bugatti Veyron Jean-Pierre Wimille für 4.505.000 CHF verkauft

RM Sotheby's hatte den Wert des Fahrzeugs vor der Auktion auf 2,4 Millionen bis 2,8 Millionen Franken taxiert (2,54 - 2,96 Millionen Euro) – bereits eine beachtliche Summe für einen Veyron. Die Bieter übertrafen diese Obergrenze dennoch deutlich: Am Ende lag der Zuschlag 61 Prozent über der oberen Schätzung.

Laut RM Sotheby's markiert der Verkauf den höchsten Preis, den ein Veyron jemals bei einer öffentlichen Auktion erzielt hat. Er übertrifft das Einzelstück Veyron Grand Sport Sang Bleu, der 2024 verkauft wurde, um rund 2,05 Millionen Euro.

Das Auktionshaus ist mit Rekorden rund um Bugatti vertraut. Es wickelte auch den Verkauf eines restaurierten Veyron-Prototyps ab, der unter Sammlern ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregte.

Dieses konkrete Fahrzeug hatte seit seiner Auslieferung im Jahr 2014 erst 3.766 Kilometer zurückgelegt – bemerkenswert wenig für ein Auto, das inzwischen mehr als ein Jahrzehnt alt ist. Niedrige Laufleistungen sind bei Veyrons zwar nicht ungewöhnlich, da die Autos von den meisten Sammlern eher bewahrt als gefahren werden. Auf den Endpreis wirkt sich das dennoch aus.

Warum es nur drei Wimille-Editionen gibt

Bugatti baute exakt drei Exemplare des Grand Sport Vitesse in der Jean-Pierre-Wimille-Edition. Diese Seltenheit ist hier der entscheidende Punkt. Der Name ehrt den Bugatti-Werksfahrer, der 1937 als erster am Steuer eines Bugatti die 24 Stunden von Le Mans gewann.

Drei Fahrzeuge sind selbst nach Bugatti-Maßstäben eine extrem kleine Stückzahl, zumal die gesamte Veyron-Produktion über alle Varianten hinweg nur im niedrigen dreistelligen Bereich lag. Jede Wimille-Edition trägt Designdetails, die auf die Rennkarriere ihres Namensgebers verweisen. Auch deshalb stufen Sammler dieses Trio klar oberhalb eines regulären Grand Sport Vitesse ein.

Unter der Karosserie steckt dennoch jene Veyron-Technik, die das Modell ursprünglich berühmt gemacht hat. Der vierfach aufgeladene 8,0-Liter-W16 leistet 882 kW (1.200 PS). Damit beschleunigt der Wagen in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die angegebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 409 km/h.

Bugattis Auktionshistorie war zuletzt ohnehin bewegt – vom einmaligen Restaurierungsprojekt bis hin zum Verkauf eines Prototyps. Dass ein Serien-Veyron unter dem Hammer jedoch fast fünf Millionen Euro bringt, ist noch einmal eine andere Größenordnung. Rekorde wie dieser halten meist so lange, bis das nächste außergewöhnliche Exemplar mit einem Namen wie Wimille zum Verkauf steht.

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Source: RM Sotheby's

2026-09-29T09:54:52Z